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Die Noni ist die Frucht eines Baumes, der auf den polynesischen Inseln, auf Hawaii und entlang der Küsten von Westindien, Mittelamerika und Madagaskar zu finden ist. Botanisch als Morinda Citrifolia bezeichnet, wird der Baum in der Umgangssprache auch indischer Maulbeerbaum genannt. Die ursprüngliche Heimat ist Australien. Im Laufe der Zeit breitete sich die Pflanze in den polynesichen Raum aus und von da aus weiter nach Hawaii, wo sie den Namen Noni erhielt.

Die Samen des Baumes sind so widerstandsfähig, dass sie sogar nach einer langen Reise durch Meerwasser noch keimfähig sind. Deshalb ist neben der Einschleppung durch Seefahrer auch eine selbständige Verbreitung der Pflanze sehr wahrscheinlich.
Die Noni-Frucht wird etwa 10 bis 15 cm lang und ist unregelmäßig eiförmig. Das Fruchtfleisch ist in Segmente geteilt, die jeweils einen Samen enthalten.

Verwendung der Noni

Auf den polynesischen Inseln und auf Hawaii hat die Noni als Lebensmittel eine sehr lange Tradition. Der Pflanze mit allen ihren Teilen wird dort eine heilkräftige Wirkung nachgesagt.

In diesen Regionen wird die Frucht auch in der Küche verwendet. Da der Geschmack der Noni schlecht ist, wird vermutet, dass die Frucht nur in Notzeiten gegessen wurde. Allerdings soll es auch einige landestypische Gerichte geben, in denen die Noni ein fester Bestandteil ist.

In Europa ist die Noni erst seit wenigen Jahren bekannt. Hier ist nur der Saft der Noni zum Verzehr zugelassen.

Geschmack, Wirkung und Inhaltsstoffe der Noni

Die reife Frucht schmeckt faulig oder käsig. Sie soll jedoch eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Manche glauben sogar an eine heilkräftige Wirkung. Eine kräftigende Eigenschaft der Frucht ist traditionell überliefert.
Viele Menschen, die den Saft getrunken haben, stellen eine Steigerung von Energie und Wohlbefinden fest. Allerdings gibt es noch keine wissenschaftlichen Beweise für die Wirkung der Frucht.

Die Pflanze enthält eine Vielzahl an Vital- und Mineralstoffen, sowie Spurenelemente, Aminosäuren und verschiedene Enzyme. Die Inhaltsstoffe der Frucht sind bis heute noch nicht vollständig erforscht. Deshalb ist auch nicht geklärt, ob tatsächlich noch unbekannte Inhaltsstoffe mit einer besonderen Wirkung darin enthalten sind.

Anfänglich wurde in Europa mehrfach der Verdacht auf eine Leber schädigende Wirkung von Noni geäußert. Das konnte aber in verschiedenen Studien widerlegt werden. Demnach ist erwiesen, dass keinen Schäden durch den Verzehr von Noni-Saft zu erwarten ist.

Empfehlungen zum Verzehr

Der Verzehr von Noni-Saft sollte pur und auf nüchternen Magen erfolgen, damit er seine volle Wirkung entfalten kann. Der Noni-Saft sollte aus diesem Grunde auch rein sein. Es sollte also kein anderer Fruchtsaft beigemischt worden sein.
Einige Hersteller unterziehen den Saft bei der Herstellung einem mehrwöchigen Reifeprozess, so dass er einen milderen Geschmack erhält.

Weitere Produkte mit Noni

Im Handel ist bei uns der Saft der Noni erhältlich. Andere Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel mit Noni bedürfen noch einer Zulassung und einer Unbedenklichkeitsbescheinigung, bevor der Verkauf erlaubt ist. Sie sind aber dennoch manchmal im Handel zu finden, z.B. in Form von Tabletten oder Tees. Manchmal wird Noni auch Cremes oder anderen Kosmetikprodukten zugesetzt.

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